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Herz, Kreislauf und Blutdruck: was Sie wissen müssen!

Blutdruck: Am Puls lässt er sich unmittelbar spüren, rhythmisch pochend. Wissenschaftlich definiert ist der Blutdruck als die Kraft pro Fläche, mit der das vorwärts strömende Blut auf die Aderwände drückt und diese elastisch dehnt. Da diese Kraft mit dem Pumpen des schlagenden Herzen rhythmisch schwankt, gibt es einen oberen Wert des Blutdruckes am Wellenberg des Pulses und einen unteren Wert am Wellental.
Im Folgenden geben wir Ihnen einen Einblick in wesentliche Zusammenhänge von Herz, Kreislauf und Blutdruck. Dabei erläutern wir Ihnen auch die Fachausdrücke, die Ihnen beim Thema „Blutdruck“ immer wieder begegnen.

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Als „Sonne des Körpers“ bezeichnete der altgriechische Philosoph und Naturforscher Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) das Herz. Zu einer Zeit, als man vom Kreislauf noch nichts wusste, galt ihm das Herz als das Organ des Denkens und Fühlens, während das Gehirn zusammen mit der Atmung nur zur Kühlung des heißen Herzens und des Blutes diene. Mediziner stellten sich bis weit in die Neuzeit hinein keinen Blutkreislauf, sondern eine Einbahnstraße mit Anfang und Ende für den roten Saft vor: Speisen und Getränke würden in der Leber in Blut umgewandelt, über das Herz in die Organe geschickt und dort zu deren Ernährung verbraucht. 

Der englische Arzt William Harvey entdeckte im siebzehnten Jahrhundert, dass das Blut nicht zielgerichtet von der Leber in die Organe sondern kontinuierlich im Kreis fließt. Ihm war unter anderem aufgefallen, dass die wenige Nahrung, die ein Mensch an einem Tag zu sich nimmt, niemals zu jener Menge Blut verdaut werden kann, die an einem Tag durch das Herz strömt. In Ruhe bewegen sich fünf Liter Blut pro Minute durch das Herz, bei Anstrengung bis zu fünfmal mehr – da lässt sich leicht ausrechnen, welche Volumina dies pro Tag bedeutet. Harvey entdeckte auch, dass das Herz als lebendige Pumpe das Blut in stets kreisendem Fluss hält.

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Starten wir, um den Weg des Blutes durch den Kreislauf zu verfolgen, bei der vom Herzen abgehenden Lungenarterie. Nachdem das Blut durch den Körper geströmt ist und die Organe mit Sauerstoff versorgt hat, pumpt das Herz die sauerstoffarme Flüssigkeit durch diese Arterie über ein immer feiner sich verzweigendes Schlauchsystem zur Lunge. In einem ausgedehnten Netz dünnster Kapillaren, welche die Lungenbläschen umkleiden, wird das Blut dort mit Sauerstoff beladen. Im letzten Abschnitt des beschriebenen „Lungenkreislaufes“ oder „kleinen Kreislaufes“ strömt es zum Herzen zurück und wird von dort über die Aorta-Arterie in den „Körperkreislauf“ oder „großen Kreislauf“ getrieben. In  einem Netz sich immer feiner verzweigender Arterien fließt es durch die Sauerstoff verbrauchenden Organe. Das sauerstoffarme Blut kehrt zum Herzen zurück und wird wieder in die Lunge gepumpt, so dass der Umlauf von neuem beginnt.

Die vom Herzen weg führenden Adern heißen Arterien. Über Muskelzellen in ihren Wänden können sie sich aktiv zusammen ziehen, um den vom Herzen angetriebenen Bluttransport zu unterstützen. Der Blutdruck wird übrigens mit größerer Entfernung vom Herzen geringer. Die Arterien verzweigen sich in ein Kapillarsystem und werden schließlich als Venen fortgesetzt, in denen das Blut weitgehend passiv, jedoch von umgebenden Muskeln („Muskelpumpe“) unterstützt zum Herzen strömt. Auf dem Weg dorthin finden sich die Venen zu immer dickeren Schläuchen zusammen. Damit sich das Blut dort nicht staut, befinden sich darin Ventile, die so genannten Venenklappen, welche ein Zurückfließen verhindern. Das Blut transportiert übrigens nicht nur Sauerstoff zu den Organen, sondern auch beispielsweise Nährstoffe und Hormone und es leitet Abfallstoffe ab. Ebenso trägt es zur Verteilung von Wärme im Körper bei.  Gesteuert wird das Herz-Kreislauf-System und mit ihm der Blutdruck über komplexe hormonelle und neuronale Regelkreise. Bei Stress etwa schlägt das Herz schneller und stärker, so dass auch der Blutdruck steigt.

Im tastbaren Puls am Handgelenk macht sich eine dicht unter der Haut verlaufende Arterie bemerkbar. Was Sie dort spüren, sind über die Ader vom Herzen weg laufende Stosswellen, die durch dessen periodisches Zusammenziehen entstehen. Da das Zusammenziehen des Herzens „Systole“ genannt wird, heißt der höchste Druck am Stoßwellenberg „systolischer Blutdruck“. Entsprechend wird die auf das Zusammenziehen folgende Erschlaffung des Herzens „Diastole“ genannt und der dadurch verursachte niedrige Druck am Wellental „diastolischer Blutdruck“.

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Gemessen wird der Blutdruck in „mmHg“, sprich „Millimeter Ha Ge“ oder „Millimeter Quecksilbersäule“ (Hg ist das chemische Symbol für Quecksilber). Dies kommt daher, dass bei frühen Verfahren ärztlicher Pioniere ermittelt wurde, wie hoch der Blutdruck eine Quecksilbersäule treibt. So entwickelte der Italiener Scipione Riva-Rocci 1896 die nichtinvasive Methode mit aufblasbarer Manschette, bei welcher der Blutdruck mit einer Quecksilbersäule angezeigt wurde.
Der Blutdruck eines gesunden Erwachsenen beträgt beim entspannten Sitzen etwa 120/80 mmHg, wobei die erste Zahl den systolischen, die zweite den diastolischen Wert bezeichnet.

Viele Faktoren beeinflussen den Blutdruck, wovon manche langfristig und andere kurzfristig wirken. Beim Aufsetzen oder Aufstehen kann der Blutdruck unmittelbar abfallen. Aufregung und körperliche Arbeit erhöhen vor allem den systolischen Blutdruck. Bewegungsarmut, Übergewicht, Rauchen und Alkohol begünstigen dauerhaft und krankhaft hohen Blutdruck, der sich jedoch bei Änderung des Verhaltens wieder normalisieren kann (Verweis auf Menupunkt „Gesundheit: normaler, hoher, niedriger Blutdruck“). Genetische Einflüsse wirken ein Leben lang.

Handgelenk-Blutdruckmessgeräte sind für Benutzer der Altersgruppe bis 50 Jahre ohne bestehende Grunderkrankungen empfehlenswert.
Die Sicherheit und Genauigkeit der Oberarmmessung ist speziell Älteren und Menschen mit arteriellen Grunderkrankungen oder auch Erkrankungen wie dem Parkinson-Syndrom zu empfehlen, denn hier liegt häufig eine schlechte Endgefäßdurchblutung vor, was eine Handgelenkmessung behindern kann.



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